Nachruf für Josef Moster - einen stets guten Freund und Wegbegleiter des RSC Wörth 

 

Die bestürzende Nachricht von Josef Mosters Tod erfuhr der RSC Wörth bei seiner letzten Vorstandssitzung von seinem Vorsitzenden Franz Rauschenberger. Bereits am Tag darauf bestätigte ein Nachruf in der RHEINPFALZ die sehr traurig stimmende Gewissheit, dass nicht nur Josef Mosters Familie und sein Heimatverein RC Silberpils 03 Bellheim einen außergewöhnlichen Menschen und Radsportler verloren haben, sondern darüber hinaus der gesamte deutsche Radsport.

 

Josef Moster erwarb sich nicht nur als erfolgreicher Rennfahrer, sondern später auch als Funktionär außerordentliche Verdienste: sei es als Geschäftsführer des RC Silberpils 03 Bellheim oder als langjähriger Geschäftsführer des Radsportverbands Rheinland-Pfalz. Sportlich verbunden blieb er dem Radsport viele Jahre als Trainer im Pfälzischen Radfahrerbund, als Teamchef der Pfalz-Auswahl-Mannschaft bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt oder als Bundestrainer des BDR-Junioren-Teams. Zusammen mit Walter Hesselschwerdt war er auch in der Nachwuchsarbeit des RC 03 Bellheim sehr erfolgreich engagiert.

 

Als Sportler war Josef Moster, den die pfälzischen Radsportler stets nur liebevoll und anerkennend 'Seppl' nannten, in den siebziger Jahren (1970, 1975, 1980) gleich dreimal Sieger des legendären 200 km langen Radklassikers „Rund um Bellheim“. Den hohen Stellenwert dieses seit 1952 ausgetragenen Rennens verdeutlicht ein Blick in die illustre Siegerliste. In den fünfziger Jahren war es Paul Maue aus Schopp, der als Starter bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, genau wie Josef Moster als einziger Fahrer dreimal als Sieger auf dem obersten Podestplatz stand.

 

Als Mensch und Sportler war es ein Wesenszug von Josef Moster, dass er es verstand, selbst mit ehemaligen Rivalen im Privatleben einen freundlichen Umgang zu pflegen. Sein offenes und auf Ausgleich bedachtes Verhalten verschaffte ihm viele Freunde. So verband ihn auch mit Willi Schüller aus der gemeinsamen Zeit als Rennfahrer eine jahrelange Sport-Kameradschaft. Niemand konnte es deshalb fassen, dass Josef Moster bei einem Rad-Urlaub in Willi Schüllers spanischem Ferienhaus im Alter von erst 68 Jahren so jäh aus dem Leben gerufen werden sollte.

 

 

Josef Mosters Tod hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke. Wie so viele andere, durfte auch der Radsportclub Wörth bei seiner Vereinsgründung im Jahr 1980 auf Josef Mosters Unterstützung und Rat zählen, als er gemeinsam mit Ingrid Weigel und Edde Bisson die Wörther Vereinsgründung durch seine Anwesenheit bei der Gründungsfeier unterstützte. Auch in den Jahren danach hielt die freundschaftliche Verbindung zu Josef Moster und seinem Bellheimer Verein an. Häufig begegnete man sich bei Radrennen in der Südpfalz. Es freute und machte stolz, wenn Josef Moster auch noch Jahrzehnte nach der Wörther Vereinsgründung erkennen ließ, dass er an den Aktivitäten des RSC Wörth interessiert Anteil nahm und dem RSC Wörth stets freundschaftlich gesonnen war.

 

In Josef Moster hat auch der RSC Wörth einen sehr guten Freund verloren, dem die Wörther Radsportfreunde für immer ein ehrendes Andenken bewahren werden.